Blues


BluesDer Blues ist einer der ältesten Genres der Unterhaltungsmusik, das heute noch in verschiedenen Spielweisen interpretiert wird. Seine Wurzeln hat der Blues in den Gesängen und Musikstücken der afroamerikanischen Bevölkerung, die ihrer Lebensweise der Unterdrückung und Sklaverei durch eine eigene Form von Gesang und Musik ihrem Leben und Leid eine Ausdrucksform gaben.

Charakteristisch für den Blues ist somit vorrangig das eher langsame, getragene Tempo der Musik sowie die oftmals traurig-melancholischen Texte. Die musikalische Begleitung erfolgt im Blues dabei meist strengen Regeln und Ablauffolgen, die im Laufe der Jahrzehnte immer neue Finessen und Varianten erhielten. Heutzutage kennt man eine ganze Reihe der so genannten Bluesschemata, auch gibt es spezielle Tonleitern zur Improvisation, die es auch dem Laien nach wenigen Takten ermöglichen, einen Blues zu erkennen.

Berühmte Vertreter des Blues lassen sich erst ab der Mitte des letzten Jahrhunderts finden, als der Blues bereits begann, sich mit anderen Stilrichtungen zu verbinden, wie den verschiedenen Spielarten des aufkeimenden Jazz oder als Boogie-Woogie in Vermischung mit eher "weißer Musik". Vor allem Gitarristen wie B. B. King oder John Lee Hooker sind noch heute Legenden des Blues.

Aufgrund des engen, harmonischen Korsetts und den damit eingeschränkten Entfaltungsmöglichkeiten für einen Künstler, wird dieser Tage nur noch selten klassischer Blues vorgetragen. Vielmehr ist es der melancholische und getragene Geist, der sich in verwandten Stilrichtungen wie dem Bluesrock oder dem Rhythm-'n-Blues noch erkennen lässt. Künstler wie Eric Clapton oder Gary Moore sind dabei wohl noch die bekanntesten und ruhmreichsten Vertreter ihrer Zunft.