Country


CountryDie Musikrichtung des Country entstand im Laufe der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten. Hier stellte der Country, in späteren Spielarten auch gerne als "Western Music" bezeichnet, vor allem die Musik der weißen Einwanderer da, die sich musikalisch bewusst von den Entwicklungen der schwarzen Musik, wie dem Blues und den ersten Spielformen des Jazz abgrenzte.

Ihre Grundform hatte der Country in der Hillbilly-Musik der 20er Jahre, die sich musikalisch vor allem durch Instrumente der englisch-irischen Einwanderer wie Gitarre, Fiedel und Mundharmonika auszeichnete. Textlich wurde im Regelfall die Liebe - auch zu der neuen Heimat - besungen, ebenso wie das Fernweh. Im Zuge eines aufkeimenden Nationalbewusstsein entwickelte sich der Country zunehmend zu der US-amerikanischen Stilrichtung schlechthin. Werte wie Stolz auf das eigene Handwerk und die eigene Nation, die Liebe zur Freiheit und zur Natur sind deshalb damals wie heute noch Hauptbestandteile einer Vielzahl von Countryliedern.

Den Entwicklungen des Jazz oder Rock konnte sich der Country dennoch nicht entziehen, so dass im Zuge der letzten Jahrzehnte Stilrichtungen wie der Country-Rock oder aktueller der Alternative Country entwickeln konnte. Eine Vielzahl von Künstlern wie Zuhörern wehren sich jedoch, vor allem in den Vereinigten Staaten, gegen diese Form der Verpopularisierung.

Kaum ein Künstler aus den Anfängen der Countryzeit ist heute noch Musikfreunden ein Begriff. Erste Berühmtheiten des Genre sind Künstler wie Willy Nelson, Johnny Cash oder Dolly Parton, die allesamt aber bereits die Spielweise der Western Music repräsentieren. Garth Brooks ist der gegenwärtig beliebteste Countrymusiker, Künstler wie Billy Ray Cyrus oder die Dire Straits sind ebenfalls artverwandt.