Jazz
Um die Jahrhundertwende bildete sich in New Orleans aus den traditionellen Spirituals der Afro-Amerikanischen Einwohner eine neue Musikrichtung: Der Jazz. Musiker wie der Trompeter Louis Armstrong oder der Klarinettist Sidney Bechet, machten den Jazz schnell populär. Aus dem New Orleans Jazz entwickelte sich durch immer neue Improvisationen der klassische Dixieland oder Chicago Style Jazz mit Musikern wie Joe "King" Oliver und Bix Beiderbecke.
Ende der 1920er Jahren kam der Swing als eine weitere Variante dazu. Die Töne wurden harmonischer und weicher. Glenn Miller und Benny Godman mit ihren Orchestern, aber auch Solokünstler wie Artie Shaw oder Count Basie, haben den Jazz erst einem breiten Publikum näher gebracht. Der Saxofonist Charlie "Bird" Parker gilt als der Pionier des Bebops, der die Ära des Modern Jazz einläutete. Sein langjähriger Partner Dizzy Gillespie begründete durch den Einfluss lateinamerikanischer Rythmen den Latin Jazz, zu dem auch der Gypsy Jazz gehört. Diese aus der legendären Zigeunermusik entstandene Jazzart wurde vor allem durch den Gitarristen Django Reinhardt weltberühmt.
Miles Davies gilt als der Erfinder des Cool Jazz. Diese introvertierte Form des Modern Jazz entstand in Kalifornien und wird deshalb auch West Coast Jazz genannt. In den 1960er Jahren kam der Soul dazu. Vor allem Sänger machten diese neue Art des Jazz bekannt. Ray Charles, Stevie Wonder, Aretha Franklin oder Dionne Warwick wurde zum Vorbild der heutigen Rythm 'n' Blues und Funk Generation. Keine andere Musikrichtung ist vielfältiger als der Jazz. Für viele ist Jazz nicht einfach nur Musik, sondern ein Lebensgefühl.